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Theodor Heuss Brücke

Theodor - Heuss- Brücke

Nutzung Straßenbrücke
Überführt Bundesstraße 40
Querung von Rhein
Ort Mainz–Wiesbaden
Konstruktion Bogenbrücke mit Fachwerkbögen
Gesamtlänge 475 m
Breite 24 m
Höhe 9 m
Baubeginn 1882
Fertigstellung 1885
Planer Friedrich von Thiersch

 

Lage
 
Die heutige Theodor-Heuss-Brücke verbindet
 über den Rhein den Stadtteil Mainz-Kastel
der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden
mit der rheinland-pfälzischen
 Landeshauptstadt Mainz.

Die Brücke besteht aus fünf zweigelenkigen
 Fachwerkbögen (Weiten der Bögen: 87,13 m
–98,96 m–102,94 m–98,96 m–87,13 m).
Diese spannen sich zwischen den beiden
Brückenköpfen über vier Pfeiler aus Sandstein.
Rheinbrücke wurde nach Plänen des
Architekten Friedrich von Thiersch in den
Jahren 1882–1885 durch die
 Projektgemeinschaft Philipp Holzmann/
Gebrüder Benckiser erbaut. Am 30. Mai 1885
fand um 11 Uhr eine feierliche Einweihung
statt, zu der das Großherzogliche Ministerium
der Finanzen zu Darmstadt einlud. Die
 Baukosten betrugen 3,6 Millionen Goldmark
 und sollten innerhalb von drei Jahren durch
den erhobenen Brückenzoll
 (Fußgänger: 4 Pfennig, Fahrgast der
Pferdebahn: 5 Pfennig: Schwein, Ziege: 1 Pfennig,
Schüler: frei) refinanziert werden.
Endgültig wurde das Brückengeld jedoch
erst 1912 (nach 27 Jahren) abgeschafft.

1931 bis 1934 erfolgte eine Erweiterung
 (u. a. Verbreiterung von 13,80 m auf 18,80 m). Dabei wurden auch die „Oktroihäuschen“,
 in denen bis 1912 das Brückengeld kassiert worden war, sowie die Lichtpylonen entfernt.
 Am 17. März 1945, kurz bevor die amerikanischen Truppen die Stadt erreichten,
erfolgte die Sprengung. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde in der Nähe eine Pontonbrücke errichtet.

Die Wiedererrichtung erfolgte durch MAN,
Werk Gustavsburg in den Jahren 1948–1950.


Zwischen 1992 und 1995 wurde das gesamte
Bauwerk in allen Teilen umfassend erneuert.
 Diesmal waren folgende Unternehmen
 beteiligt: Stahlbau Lavis, Thyssen Engineering
GmbH (Werk Klönne, Dortmund) und
 Voest-Alpine MCE aus Linz. Neben den
 notwendigen technischen und funktionalen
Erneuerungen wurden bei dieser
Generalsanierung auch die Belange der
Denkmalpflege berücksichtigt und versucht,
 den ursprünglichen Charakter der Brücke
 zu erhalten bzw. wieder herzustellen.
 Die Sanierungskosten betrugen 139,5
Millionen Mark, nach heutiger Kaufkraft
ca. 89,2 Millionen Euro.

Der höchste Punkt der Fahrbahndecke
befindet sich auf 100,25 Metern über
 Normalnull und ist damit beim
 Gutenberg-Marathon die höchste Erhebung,
 die überwunden werden muss.

Heute trägt die Brücke den Namen des
 ersten Präsidenten der Bundesrepublik
Deutschland, Theodor Heuss.

Die Brücke ist in beiden Fahrtrichtungen
 zweispurig ausgebaut und hat auf beiden
Seiten einen breiten Fußgänger- und Radfahrweg. Neben der Schiersteiner Brücke (A 643)

rheinabwärts und der Weisenauer Brücke (A 60) rheinaufwärts ist sie die einzige Straßenbrücke zwischen den beiden Landeshauptstädten und verbindet die beiden Bundesstraßen 40 und 455. Für den Schwerlastverkehr ab 7,5 t ist sie allerdings gesperrt, so dass die Brücke hauptsächlich von Pendlern mit dem eigenen Auto oder Bussen der MVG, der ESWE und der ORN benutzt wird.

Die Bebauung auf Mainzer Seite ist der Grund
dafür, dass die Verkehrsführung hier
ungewöhnlich ausfällt. Eine Lösung wie auf
 Kasteler Seite, wo ein großräumiger
Hochkreisel den an- und abfahrenden Verkehr
 der Brücke regelt, ist auf der linken
 Rheinseite nicht möglich, da die Gebäude
der rheinland-pfälzischen Landesregierung
zu dicht am Fluss liegen. Dies wird durch
 den Eindruck verstärkt, wenn man von Kastel
nach Mainz fährt, direkt in das Gebäude
 hinein zu fahren.

Stattdessen wird sämtlicher Verkehr von
der Brücke nach rechts, also nach Westen
Richtung Neustadt geleitet. Linksabbieger
in Richtung Altstadt und Weisenau müssen
nach dem Rechtsknick eine 180°-Wende
vollziehen. Jeglicher Verkehr aus Mainz wird
 von Osten auf die Brücke geleitet. Der Verkehr,
 der aus der Neustadt kommt, muss, nachdem
 man an der Brücke schon vorbei ist,
 eine 180°-Wende auf die Brücke fahren.
Kommt man aus Richtung Weisenau zur
Brücke, führt die rechte Spur nicht nach
 rechts auf die Brücke, sondern rechts von
der Brückenspur unter der Brücke hindurch
 geradeaus. Zum Rechtsabbiegen auf die
Brücke muss die linke Spur gewählt werden.

Bis in die 1950er Jahre querten die
Straßenbahnen der Mainzer und Wiesbadener
 Verkehrsbetriebe noch die Brücke.
Es fuhren fünf Linien im 15-Minuten-Takt,
 so dass pro Richtung im Durchschnitt alle
drei Minuten eine Fahrt stattfand.
 Es waren die Linien:

2 Universität–Kastel Bahnhof
6 Mainz Hbf–Wiesbaden (alte)
 Hauptpost (heute Rhein-Main-Hallen)
7 Mombach–Kostheim Ort
8 Bretzenheim–Kostheim Siedlung und
9 Mainz Hbf–Schierstein.

Temporäre Installationen


Vom 22. bis 23. April 2006 fand in im Rahmen
der Luminale die Illumination
der Theodor-Heuss-Brücke statt. Dabei
wurden an der Unterseite der Brücke
verschiedenfarbige Lampen angebracht,
die die Brückenkonstruktion in einem
 anderen Licht erscheinen ließen.

 

Quelle Wikipedia

Foto: stammt aus dem Internet

Foto bei Mainz Geschichte wurde mit meiner Digitalkamera aufgenommen am Rheinufer bei Fort Malakoff

 

 

 

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