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Mainzer Geschichte 1

Die Stadt Mainz ist römischen Ursprungs und kann auf eine über
 2000-jährige Geschichte
zurückblicken. Als römisches Legionslager Mogontiacum gegründet,
 war die Stadt später Hauptstadt der Provinz Germania Superior
 und von 780/82 bis 1803 Erzbischofssitz. Ihre Blüte erlebte
die Stadt in der Zeit
 von 1244 bis 1462, als sie Freie Stadt war.
Danach wurde die Geschichte bis zum Ende des
 18. Jahrhunderts durch die Kurfürsten und Erzbischöfe
 von Mainz bestimmt,
 die in der Stadt residierten. Nach dem Ende dieser
 Ära verlor Mainz in der
 Zeit als Bundesfestung weitgehend seine Bedeutung.
1950 wurde Mainz Landeshauptstadt des Landes Rheinland-Pfalz.

 

Entwicklung des Stadtnamens


Im Laufe der Geschichte veränderte sich der
Name der Stadt mehrmals, von einer
verbindlichen Schreibweise kann erst seit
dem 18. Jahrhundert gesprochen werden.
 Der römische Name „Mogontiacum“
lässt sich von der keltischen Gottheit Mogon
ableiten (Mogont-i-acum: „Land des Mogon“)
 und hatte in dieser erstmals von Tacitus
 in seinen Historien erwähnten Form
 mehrere Jahrhunderte Bestand. Auch
 Abkürzungen und abweichende Schreibweisen
 waren zu Zeiten der römischen Herrschaft
 bereits geläufig: „Moguntiacum“ oder
 verkürzt als „Moguntiaco“ in der Tabula
 Peutingeriana. Nach Einsetzen der
 Hinwendung zum Mittellateinischen
 wurde das Wort ab dem 6. Jahrhundert
verkürzt und fortan „Moguntia“ bzw.
 „Magantia“ geschrieben und ausgesprochen.
Im 7. Jahrhundert firmiert der Stadtname
 als „Mogancia“, „Magancia urbis“ bzw.
 „Maguntia“, im 8. Jahrhundert als „Magontia“.
 Im 11. Jahrhundert war der Name wieder
 bei „Moguntiacum“ bzw. „Moguntie“
 angekommen. Überhaupt war der Stadtname
 häufig nicht von wirklicher Sprachentwicklung
 (wie etwa der Lautverschiebung bei
Borbetomagus – Worms),
sondern von der jeweils herrschenden „Mode“
 der Aussprache beeinflusst. Das
12. Jahrhundert bezeichnete die Stadt als
 „Magonta“, „Maguntia“, „Magontie“,
 und „Maguntiam“. Eine arabische Weltkarte
aus gleicher Zeit nennt sie „maiansa“.
Von 13./14. bis zum 15. Jahrhundert
wandelte sich der Name von „Meginze“ zu
„Menze“, wobei dies die Namensentwicklung
 in lateinischen Quellen ist. Deutschsprachige
Quellen sprechen 1315 von „Meynce“,
1320 von „Meintz“, 1322 von „Maentze“,
1342 von „Meintze“ und 1357
 wieder von „Meintz“.

 

Im 15. Jahrhundert taucht zum ersten Mal
„Maintz“ auf, häufiger sind aber weiterhin
 die Bezeichnungen „Menz“, „Mentze“,
„Maynz“, „Meintz“ oder „Meyntz“
 im Gebrauch. Die Namensformen mit
ai finden sich erstmals im 16. Jahrhundert
und setzten sich in der Barockzeit endgültig

durch. Seit dem 18. Jahrhundert gibt es
dann auch kaum noch Änderungen
des Stadtnamens. Eine Ausnahme
bildet die französische „Umtaufung“
 in Mayence während der französischen
 Besetzung 1792/93 und 1798 bis 1814.

 

Stadtwappen unter Napoleon

Das Wappen der Stadt Mainz zeigt zwei
 durch ein silbernes Kreuz verbundene,
schräg gestellte, sechsspeichige,
 silberne Räder auf rotem Untergrund.
Die Stadtfarben sind Rot-Weiß.

Ursprünglich zeigte das Wappen den Patron
 der Stadt, den Heiligen Martin. Das Ratssiegel
 der Stadt von 1300 zeigte diesen erstmals
in Verbindung mit dem Rad
Der Erzbischof von Mainz, der zugleich
auch Fürst des Kurstaates war, übernahm
das Rad auch in das Territorialwappen.
Zur Unterscheidung dazu führte die Stadt
 nun allein das Doppelrad als Wappen,
 wobei ab dem 16. Jahrhundert das Rad
 schräg gestellt wurde. Während der
Zugehörigkeit der linksrheinischen Gebiete
zu Frankreich wurden zunächst alle Wappen
 in den besetzten Gebieten verboten.
Das Siegel der neugeschaffenen Mairie
 – dem französischen Bürgermeisteramt
 – zeigte die Freiheitsgöttin mit der
Jakobinermütze. Nach der Kaiserkrönung
Napoleons I. 1804 beinhaltete das Stadtsiegel
den französischen Kaiseradler. Am 13. Juni
1811 wurde das Mainzer Rad wieder
 zugelassen. Dem Wappen wurden oben
in einem Balken die drei Bienen des
Hauses Napoleon hinzugefügt.
Die Farben allerdings waren vertauscht.
 Zwischen 1835 und 1915 trug das
Wappen noch ein besonderes Schildhaupt.
 Damit sollte Mainz als Bundesfestung
 abgebildet werden. Im Laufe der Geschichte
 der Stadt änderte sich auch die Gestalt
 des Rades mehrmals. Es kamen Speichen
 hinzu, Zusätze wurden angefügt oder
auch wieder entfernt. Seit dem 12. Juni 1915
hat das Wappen seine heutige Form,
die 1992 lediglich durch eine moderne
stilisierte Darstellung ersetzt wurde.
 Im Mai 2008 wurde diese mit einem
leichten Bogen am oberen Wappenschild
sowie mit einem etwas kürzerem Kreuz,
im Rahmen der Neugestaltung der Vorlagen,
 versehen.

 

Die Geschichte des Mainzer Rades( Mainz-Wappen)

Ein einmaliges Flurdenkmal, das sogenannte
"Mainzer Rad", stand bis vor einigen Jahren
auf den Kreuzäckern nahe Bönnigheim.

1966 wurde es von der Gemeindeverwaltung
auf gemeindeeigenen Boden versetzt,
um es vor weiterer Zerstörung zu bewahren.

Die Zahl 166 kann man wohl für die
Jahreszahl 1666 annehmen, wo die Herrschaft
Bönnigheim pfandweise an die Herrscher
Württembergs kam.

Es wird angenommen, dass dieses Radkreuz
als hoheitliches Abzeichen des Rechtes über Leben
und Tod beim "Hochgericht" war.

Es ist kein gewöhnliches Kreuz,
sondern hat als Symbol des Rechts,
 der Gerechtigkeit und Gerichtsbarkeit gegolten.

 

Mainz -  heute

Mainz ist die Hauptstadt und zugleich
 größte Stadt des deutschen Landes
 Rheinland-Pfalz. Mainz ist Sitz der
 Johannes Gutenberg-Universität,
des römisch-katholischen Bistums
Mainz sowie mehrerer Fernseh-
und Rundfunkanstalten,
wie des Südwestrundfunks
und Zweiten Deutschen Fernsehens,
 und versteht sich als eine Hochburg
der rheinischen Fastnacht.
 Die größte Nachbarstadt ist die hessische
Landeshauptstadt Wiesbaden. Im etwas
größeren Umkreis liegen die Großstädte
 und -räume Frankfurt am Main,
 Darmstadt, Ludwigshafen am Rhein
 und Mannheim.

Die Stadt Mainz, gegenüber der Mündung
des Mains am Rhein gelegen, ist eines der
 fünf Oberzentren des Landes Rheinland-Pfalz
 und bildet mit der hessischen
Landeshauptstadt Wiesbaden ein
länderübergreifendes Doppelzentrum.
Die Einwohnerzahl der Stadt Mainz
 überschritt im ersten Jahrzehnt des
 20. Jahrhunderts die Grenze von 100.000,
 wodurch die Stadt zur Großstadt wurde.

Am 25. März 2010 verlieh der Stifterverband
 für die Deutsche Wissenschaft
der Stadt Mainz den Titel
 „Stadt der Wissenschaft“ des Jahres 2011.


Quelle:Wikipedia

 

 

 

 

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