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Gutenberg und 50 Breitengrad

50 Breitengrad

 

Er verläuft mitten durch die Stadt,
 genauer gesagt in der Ludwigstraße,
vorbei am Gutenbergdenkmal gegenüber
dem Mainzer Stadttheater.

50. Breitengrad auf dem
Gutenbergplatz. Mainz befindet sich
auf einer Höhe von 82 bis
 245 m ü. NN. Die Stadt liegt
am westlichen (linken)
 Ufer des Rheins.

Johannes Gänsfleisch (Gutenberg)
 und die Buchdruckerkunst

Der um das Jahr 1397 als Sohn
 der Mainzer Patrizierfamilie Gensfleisch
geborene Johannes benannte sich selbst
 nach dem Hof, auf dem er wohnte,
Gutenberg. Eigentlich hieß er Johannes
Gensfleisch zur Laden.

Er beschäftigte sich viele Jahre mit dem
Gedanken, die in den Klosterschreibstuben
 von Hand geschriebenen Bücher, vor allem
 aber die Bibel, in Hunderten und Tausenden
 von Exemplaren zu vervielfältigen.

Es sollte dabei aber dieselbe typographische
 Schönheit erreicht werden. Für die Drucktypen
 konnte er kein Holz benutzen, wie das seit
Jahrhunderten bei den Druckstöcken
 für Einblattdrucke, Andachtsbilder,
Stoffmuster oder Spielkarten üblich war.

Mit geschnittenen Holzdruckstöcken wäre
 die Gutenbergbibel mit ihren drei Millionen
Buchstaben und Zeichen niemals zustande
 gekommen.

Gutenberg erkannte, dass er Einzellettern
 aus Metall herstellen musste, die sich nach
dem Druck einer Seite wieder voneinander
 trennen und dann erneut verwenden ließen.

 

 

Für jedes zu gießende Zeichen wurde ein
 Stahlstempel geschnitten, den man in ein
 Kupferblöckchen einschlug. Auf diese Weise
entstanden Matrizen, die in ein
Handgießinstrument zum Ausgießen
 eingesetzt wurden.

Auch dieses Gießinstrument war Gutenbergs
Erfindung.

Zum Setzen der Buchstaben zu Zeilen erfand
er den sogenannten Winkelhaken. Er bestand
aus Holz und war in der Zeilenbreite nicht
verstellbar.

Die gesetzte Zeile wurde in einer Presse
 verkeilt, deren Vorbild die seit Jahrhunderten
bekannte Weinpresse war. Bei ihrem Bau
 musste besonders darauf geachtet werden,
dass sie einen gleichmäßigen Druck auf
 die gesamte Druckform ausübte.

Gutenbergs Meisterwerk wurde die 42zeilige
 Bibel, von der 180 bis 200 Exemplaren entstanden.

Noch heute gilt sie als künstlerisches
 und technisches hervorragendes Meisterwerk.


30 dieser Bibeln wurden auf Pergament,
 die anderen wurden auf Bütten gedruckt.
 Nach dreijähriger Setz- und Druckarbeit
von etwa 15 Mann war das Werk im Jahre
1455 vollendet.

Johannes Gutenberg starb am 3. Februar
 1468 in Mainz.


 


Buchdruck - die Anfänge

Die Anfänge der Geschichte des
 Buchdrucks sind in Deutschland, Ostasien,
Babylon und Rom zu finden. Die ältesten
 gedruckten Bücher wurden im so
 genannten Blockdruckverfahren hergestellt,
 bei dem jede einzelne Seite komplett
 in einen Holzdruckstock geschnitten
und dann abgezogen wurde.
 Es handelt sich dabei noch nicht um
 die Buchform, wie wir sie heute kennen.
 Der Buchdruck mit allen seinen
wirtschaftlichen, kulturellen und
 wissenschaftsgeschichtlichen
 Auswirkungen entwickelte sich
 in der heute bekannten Form
 als kulturprägende Informations-
 und Kommunikationstechnologie in
 Europa. Mit der Erfindung Johannes
 Gutenbergs im 15. Jahrhundert
breitete sich die Kunst des Buchdrucks
in wenigen Jahrzehnten in ganz Europa
aus und in den Jahrhunderten danach

über die ganze Erde.

Angeblich waren bewegliche Lettern
aus Metall und Holz in weiten Teilen
Asiens verbreitet, allerdings konnte
 sich das Drucken mit beweglichen
 Lettern, wie es später in Deutschland
entwickelt wurde, in China nicht durchsetzen.
 Das bedeutet auch, dass die Auswirkungen
des Holzlettern- und Blockdrucks in
Japan mit denen des Buchdrucks in
Europa nicht zu vergleichen ist.
 Das Druckverfahren in Asien erlaubte
 keine Massendrucke wie das System
 von Gutenberg.

Quelle Wikipedia

Foto 50 Breitengrad

aus dem Internet

 

Foto zeigt Gutenbergmuseum, Aufnahme mit meiner Digitalkamera

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